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Warnung: Das eine oder andere der verkabelten Märchen könnte menschliche Gefühle verletzen (obwohl sie nicht extra darauf angelegt sind. Dem Vesuv (oder wars der Äthna?) war Pompej auch völllig egal...) Im Sinne der Aufklärung sollte jede/r selbst entscheiden, ob das Risiko einzugehen ist.

(Falls Du jünger bist als dreizehn Jahre, frage bitte deine Eltern, ob du weiterlesen darfst (kein blöder Scherz), und wennn sie ja sagen, täte mich sehr interessieren, warum?)

7.6.09 14:29


e ratione chaos

Was hat Vernunft mir eingebracht?
Nur Kummer, Herzeleid, Verdruß
Gab mir noch einen Abschiedskuß
Und dann -- vorbei, vorbei, dem Wind gefolg
Unsanft aufgebrochen und entfloh'n

Was Zukunft bringt, wer weiß das schon
Der Sturm des Lebens hat mich wieder
Fest gepackt - so neue Lieder
Auf das Werden und Vergehen
Auf die Liebe und den Tod
Auf Dein Gedenken, das nicht mal
Am Grabe jemals schwinden soll

Die Zeit, sie war so friedevoll
So sonnesüchtig, selbstvergessen
Von dem Ziele nur besessen:
Alles auf Dich hin gelenkt
Dir, wo's nur ging, die Welt geschenkt
Doch diese war zu riesengroß -

So schieden wir im Sonnenschein,
Der nicht die Tränen trocknen wollt'
So hat es niemals sein gesollt
Und doch ist nun das Kind zurück
Es spielt in seinem Trümmergarten
Und wird immer auf Dich warten

///

 

Einheit von form und Inhalt: Chaos, ne? Lernt Barrock ;-)

Und Satzzeichen waren an versenden schon immer überflüssig.

1.2.12 20:42


Frust-Rationen

Ja, verdammt, wir leben noch, auch wenn keiner so genau weiß, warum eigentlich, da die letzten Monate uns ziemlich haben Blut schwitzen lassen, was in absehbarer Zeit nicht aufhören wird. Große Pläne blablabla...vielleicht haben wir mitte Dreißig oder so ja mal Zeit dazu und überhaupt: was zum HENKE soll der ganze Mist, wenn vorgestern die Welt untergegangen ist (oder genauer gesagt: Die Parusie anstand und wenn sie wirklich geschehen ist, ist es ein GANZ schlechtes Zeichen, noch hier zu sein...)

 

Aber es gibt auch einen konstruktiven Gedanken: Die Orkische "Denkpause". Füllen wir die nächsten Monate einfach mal aus. Interessiert zwar vielleicht keine Sau, aber wenigstens bleiben wir in Bewegung.

Alles weitere, wenn wir unsere Rückstände an Hausarbeiten aufgeholt haben.

 

24.5.11 15:04


Die Masse des Wortes...

Sprachphilosophie ist eine recht lustige Angelegenheit, da Philosophie, intersubjectiv, immer in Sprachform -- irgendeiner -- auftreten muß. Wir haben es also mit einer Untersuchung unter Verwendung des Untersuchten zu tun. Kann das überhaupt funktionieren? -- Läßt sich mit Sprachlichen Mitteln das Wesen der Sprache ermitteln?
Eine Analogie: Was sagt mir der Internationale Kilogrammprototyp über das Wesen des Kilogrammes? Der Masse? -- Ich werde finden, daß es sich um eine Konvention (willkürlicher Konsenz) handelt, So auch Sprache: Obgleich komplexer -- Konvention ist.
Und sonst?
Sonst können wir uns noch, indem wir schauen, was damit so getrieben wird, darüber klarzuwerden versuchen, wozu diese Konvention diene (sowohl die SI-Einheiten, als auch die Sprache). Womit wir bei Wittgensteins Philosophischen Untersuchungen wären. Das Spanende daran: Wittgenstein bzw. sein Umfeld gilt als "linguistic turn" (sprachliche Wende) der Philosophie, was so viel bedeutet, daß er am Anfang eines Verständnisses von Philosophie als Untersuchung, wie wir über die Dinge reden (sehr vereinfacht geredet) steht. ERGO hat die Philosophigeschichte beim Bauen mal wieder nicht mit dem Fundament angefangen (IMMER wird Sprache verwendet, weshalb ja eigentlich schon Platon da mal hätte nachschauen können -- und auch hat, indem Sokrates in den Dialogen seinen Partnern eigentlich meistens klarmacht, was es bedeutet, wie sie über die Dinge reden, welche Voraussetzungen da drinstecken etc. Einerlei: Da scheinbar immer wieder für nötig befinden wurde, darauf hinzuweisen, daß es einen Unterschied zwischen Erkenntnis der Dinge und Erkenntnis ihrer sprachlichen Vermittlunggibt (z.B.Nietzsche), nehme ich mal an, daß lange Zeit für Bare Münze gehalten wurde, was wohl eigentlich bloß ein Photo des Prägestempels war).

9.4.11 13:39


eine Kleine Story für zwischendurch

Kennt jemand Haefft.de? vor langer Zeit gabs da mal eine Communitiy (die dann von einem Visur gesprengt wurde, wie man hört). Tja, die folgende Kurzgeschichte (diesmal wirklich kurz) fand da im Harry-Potter-Forum, Fanfictionabteilung, ihre erste VÖ.

 

[u]Disclaimer[/i]Bibelstellen von Bibel-online.net (die sich aus der revidierten Übersetzung nach Luther von 1984 speist)
Ein paar Charaktere hat JKR erfunden, einen Terry Prattchet, die eine oder andere ist historisch nachgewiesen und dann habe ich noch welche aus verschiedenen Kultur- und Sagenkreisen entliehen.
Wer mit der Story Geld verdient, muss also ziemlich viel rausholen, weil es einige Rechteinhaber gibt.
[u]//Disclaimer[/u]

Und nun viel Vergnügen.

[u][b]Und die Bibel hat doch Recht[/u][/b]

[i]Und ich will zu euch kommen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer[/i]
(Maleachi 3,5)

[i]So werden auch der Himmel, der jetzt ist, und die Erde durch dasselbe Wort aufgespart für das Feuer, bewahrt für den Tag des Gerichts und der Verdammnis der gottlosen Menschen[/i]
(2. Petr. 3,7)

Das war es also: Nichts.

weiterlesen

15.9.10 17:57


Zwischenbericht

1. Das YouTube-Projekt...ist jetzt nicht nur angelaufen, sondern läuft auch mit erstmal fün Videos. Vier davon sind die Lesung von "Koppers Story", die zwischenein hier nicht mehr zu hören war (aus irgendeinem Grund, war der Speicherhost weg; wir haben das jetzt per Einbettung gelöst und gewähren so auch einen kleinen optischen Einblick, wie die auf 11 Exemplare limitierte erste Auflage des Hörbuches von außen aussah...) Das fünfte ist die Fahrt durch den berliner Süd-Osten. Peinlicherweise war das hier überhaupt noch nie zu sehen, was wir dann mal gleich ändern werden *Premierenvorhang aufzieh*:

 

 

 Zweietens:  Man stöhne und haue, Teil zwei ist repariert, teil 3 ist ab sofort ONLINE. Mit funktionierend-verlinktem Inhaltsverzeichnis. (von wegen, ich könne nich mit Technik!)...allerdings, und jetzt kommt wieder eine peinliche Stelle, ist das MAterial vom Sommer 2008 noch nicht mal vollständig erfaßt und ebenso ungeordnet. Wird wohl noch eine Weile warten müssen.

 3.: >ch so, ja, der Umzug hat geklappt. Wir sind jetzt zwar noch mit Touristenvisa unterwegs, aber guter Hoffnung, demnächst vollständige Greencards zu bekommen (statt der vorläufigen). Daumen drücken!

4tens: Ach ja, der AntiMensch...ist fleißig mit seiner Maschine am werkeln. Könnten demnächst was von ihm hier vorstellen. Sucht Euch schonmal nen guten HNO-Arzt.

14.9.10 05:49


Großspurige Ankündigung eines hyperaktiven Sommers

1. WiredTaleChanel...wir haben einen youtube.kanal eröffnet, auf dem die videos ab demnächst zu sehen sein werden. und dann wird noch das eine odere andere neue dazu kommen. sehr freuen wir uns über die zusammmenarbeit mit AntiMensch18 in diesem Zusammmenhang.

2. Wie vermutlich nicht unbemerkt geblieben, haut beim zweiten Akt von "A Year out in the Rain" überhaupt gar nichts hin. Was zu reparieren sein wird. und die Akte Frühling und Sommer werden auch noch ergänzt werden. Cheerioh!

 3. Bitten um Verstaändnis, daß "Sommer" etwas weiter gefaßt werden könnte...so ungefähr bis Sylvester. Grund: Zwischendrin haben wir auch noch die Verlegung des Hauptquartieres und die Auflösung des Dahme-Palastes ("Berlin Süd-Ost" zu organisieren.

 Wir bitten um Geduld und danken allen, die sie aufbringen. vor allem den 68 RSS-Feed abonenten, ohne die wir das hier vermutlich schon alles gelöscht hätten.

 

Und jetzt geht raus und genießt den Sommer! Der nächste Winter kommt bestimmt viel zu schnell.

13.7.10 13:44


Madman's Diary// log#1

 
millionen tote, millionen verletzte, millarden verstümmelter seelen.
wiesoweshalbwarum
seid ihr nur so dumm?
écheq ist gut, hatta mich zum nachdenken u.v.a weiterenken gebaracht.
wer ist opfer, wer täter, wer hat welches recht?
und siehe, ich fand, es gibt keine grausamere ideologie, als die des unbedingten lebens.
das unglück begann, als das mensch so vielig war, daß es gesellschaft bildete. undannoch menschliche gesellschaft, also eine, die sich verhält wie ein mensch. M.a.W: die möglichst ewig bestehen will (und möglichst ohne sich ändern zu müssen, was hier nebensächl. ist).
undazu bedarf es des nachwuchses. dieser wird, sobald zuhanden, "in form gebracht", also zu etwas gemacht, das der gesellschafft möglichst gut unterstützung bieten kann. gerechtfertigt wird diese vergewaltigung mit dem gerede von "pflichten" gegenüber der ges., was bloß bedeutet, daß sie rechte auf und erhebt. zuförderst das recht, uns zu benutzen. und wenn man ihren anforderungen nicht nachkommen kann oder will – das wird dann "asozial" oder "Behindert" genannt (und in kanada treten die lieben starken behinderten gerade den verzweifelten versuch eines beweises an, daß sie keine last für die gesellschaft, sondern ein "wetvoller teil" sind).
Ich aber sage euch: das ist eine ziemliche frechheit!
wir alle wurden nur aus dem einen grunde geboren, daß die gesellschaft ihren fortbestand durch die reprodution von menschmaterial zu sichern sucht. wozu die "familie" ein probates mittel ist. genauer gesagt: die sub-ideologie von familie. unseren eltern, wie auch uns noch, wurde eingeredet, man müsse "familie gründen" damit das leben sich lohne. (und das auch noch so implzit, daß es kaum nachzuweisen ist)
wir sind opfer einer "verschwörung der idioten" (wie das HR Kunze so schön formuliert hat) und nicht nur wir. man schaue sich mal die "dritte welt" an- ganze völker, die den anforderungen der "globalen gesellschaft" nachzukommen nicht im Stande sind. und sie vegetieren dahin. fast möchte man aus lauter mitleid zum völkermord aufrufen. aber das wäre ja ein straftatbestand und ein solcher würde das einseitige stillhalteabkommen zwischen mir und väterchen staat (der bekommt auch noch seine abfuhr) gefährden.
ein guter alternativer erster schritt wäre es da wohl, erstmal auf die eigene fortpflanzung verzicht zu leisten. die entstehenden lücken könnten durch einwanderer aufgefüllt werden, die mit ihren heimatgefilden auch nicht mehr so viel anfangen können (oder warum mußte europa sich zur "festung" ausbauen?)
ein massenhafter suizid hingegen wäre reichlich nutzlos (die meisten haben ja tatsächlich etwas vor mit ihrem leben, frei nach der maxime, wenn man schonmal hier ist, kann man sich auch gleich mal umschauen). stattdessen: versucht, euch durchzusetzen! aber habt bloß kein schlechtes gewissen, wenn ihr scheitert und nicht "aus eigener kraft" über die runden kommt! aus sicht der gesellschaft existiert ihr, um ausgenutzt zu werden. als nebeneffekt akzeptabel, solange man sich dabei einigermaßen wohlfühlt, ist es andererseits das stärkste agument, den spieß umzudrehen: Womit jedes langzeitarbeitslose hchwillkommen zu sein hat. und man sollte ihr selbstbewußtsein stärken. auf kosten der gesellschaft zu leben, ist kein grund, sich aufzugeben da sie andernfalls auf kosten des einzelnen lebt. und mit ihrer "moral" viel zu viele kaputtmacht.
///
14.3.10 12:41


offener Brief an die Straßen aus Zucker (Zeitschrift gegen das Ende der Geschichte)

to: info@strassenauszucker.tk

Offener Brief betr. Seite 3 Ausgabe 2

Geehrte Mitutopist_in_en (ehemalige),
am Anfang und vor allem anderen möchte ich euch erstmal dazu gratulieren, daß ihr es überhaupt bis zur zweiten Ausgabe geschafft habt, und das auch noch unter hauptstädtischen und Gratis-Verteil-Bedingungen. Der Idealismus, der dahinter stecken muß, ehrt euch und alle Beteiligten.

Um so mehr ärgert mich an eurem Artikel zur Annäherung an einen Kommunismus-Begriff, genauer: an der am Anfang stehenden "Auswahl der Dinge, die wir in dieser Gesellschaft so richtig scheiße finden", das Auftauchen von "Christen". Die Gründe dafür vorzulegen ist der Sinn dieses Schreibens.


weiterlesen

18.11.09 17:55


Verweigerung

Tja, es freut sich alle Welt des Mauerfalls (an dem die allermeisten nicht mitgearbeitet haben).
Das deutsche folg bekommt einen Friedenspreis, den Westerwelle stellvertretend annimmt. Ich will nicht von ihm vertreten sein. Und ich lasse mir den ganzen Kram (wofür auch immer "wir" den Preis bekommen haben mögen) nicht in die Schuhe schieben. Ich verweigere die Annahme. Schon aufgrund der heute fast vergessenen Kristallnacht. Die hatte letztes Jahr 70sten. Das reicht, was? Dies Jahr ist Patriotismus angesagt. Dies Jahr schwenken wir schwarzrotkotzgelb und spielen Domino Day in Berlin.
Ich werde NICHT da sein. Auch wenn das undankbar erscheint, was ich nicht bin, aber ich war damals zwei und konnte nicht dafür und nicht dagegen. Auch, wenn ich ohnedas wer anders wär.
9.11.09 14:32


Alte Fehler Neu

Im Park und auf der Wiese
Ist alles dicht vermint
Es geht 'ne leichte Briese
Man die Gefahr nicht sieht
Heut sind wir, unbefangen,
Wie Kinderseelen frei,
Mal wieder hingegangen
Ins Minenfeld hinein

Denn wir drehen uns im Kreis
Und wir fahr'n das alte Gleis
Machen alte Fehler neu
Weil wir die Folgen nicht mehr scheun

Im Wald und auf der Heide
Ist Giftgas angesagt
(Daß man die Stelle meide),
Haben wir uns hingewagt
Wir spielen uns're Spiele
Im Gelände wild und kühn
Die Luft versetzt und Hiebe
Daß neue Wunden blühn

Denn wir drehen uns im Kreis
Und wir fahr'n das alte Gleis
Alte Fehler neu gemacht -
Wieder überlebt und darüber gelacht
Denn wir drehen uns im Kreise,
Fahren stets die alten Gleise,
Machen alte Fehler neu
Weil wir die Folgen nicht mehr scheun.

Was schaust Du so entsetzt, wenn ich Dir sage,
Dies ist des Lebens jeden Tages Plage?
Kein Weg führt rein und keiner raus...
Sag, ist das Leben Dir ein Graus?
Aus Wundenheiln und Wunden schlagen
Sich und and're weitertragen
Das geht so bis zu jenem Tag,
Da keiner von uns nicht mehr mag.

Bis dahin drehn wir uns im Kreis
Und fahren wir das alte Gleis
Wir machen alte Fehler neu
Weil wir die Folgen nicht mehr scheu'n!

11.8.09 17:04


http://feuerbringer.com/2009/06/06/moderate-sind-noch-dummer-als-fundamentalisten/

 

Zeig mir einen Menschen, der nicht heuchelt schon, wenn er atmet.
Zeig mir einen, der dem Wahnsinn nicht anheimfällt, wenn er sieht.
...
Was ich nicht verstehe, ist folgendes: Warum so einen Popanz um "das Leben"? Um "die Welt"? (und nebenbei bemerkt: Wenn es um Gott geht, wäre ich vorsichtig mit der Aussage, daß Glaubensaussagen über Sie Glaubensaussagen über die Welt seien...Folge ich Sam Harris' Gedanken, dann lassen sich mit ihrer hilfe die von ihm so klassifizierten "Fundamentalisten" in der Art kritisieren, daß sie zu viel Welt denken, wie überhaupt Gott zu sehr menschlich gedacht wird).

Es wird vermutlich ziemlich "reaktionär" anmuten, aber die Aussage, der Glaube an Gott verschaffe das Gefühl eines "Sinnes" der eignen Existenz, basiert auf einer illusion oder einem sprachlichen Irrtum: Der Ausdruck "Sinn" bezeichnet, wen er sich auf einen Ausdruck A bezieht, etwas, auf das A verweist (sei es nun ein einzelner Begriff oder eine kombination von Begriffen). Auf "das Leben" angewendet, ist der Ausdruck "Sinn" sinnlos. Wir können uns über den Sinn des Ausdruckes "Leben" unterhalten. Wir können uns redlichereise nicht darüber unterhalten, welchen "Sinn" etwas hat, das kein sprachliches Element ist.

 Was den als Beispiel gebrachten Tsunami anbetrifft: Wo ist eigentlich das Problem? Menschen sterben, und das andauernd. Auf die verschiedensten Arten und in den unterschiedlichsten Situationen und niemand weiß, wann und auf welche weise es einen selber erwischenw wird. Warum wird mit dem Finger auf eine Naturkatastrophe gezeigt und nicht auf die geschehnisse, die mit menschlichem Verhalten zu tun haben? Kindersoldaetn, Landminen, Bombenangriffe, Auschwitz, der Platz des himmlichen Friedens et cetera. Was tun wir gegen das von Menschen verursacte Leid? Und einmal angenommen, wir hätten es beseitigt: Naturkatastropen wird es immer geben. Sie werden immer Leid üer die von ihnen betroffenen bringen. Muß das so sein? Ich bin mir nicht sicher. Aber die in und durch Christus verheißene Erlösung ist noch nicht vollendet, weshalb bis zur Vollendung "die ganze Schöpfung mit uns seufzt". Martin Luther hat seine erste Invokavit-Predigt allen Ernstes mit dem Satz begonnen "Wir sind alle zum tode gefordert". Gläubige, wie Ungläubige. Die Beobachtung am menschlichen Panoptikum lehrt mich, daß alles an unserer "Kultur" der Versuch ist, mit diesem Bewusstsein umzugehen (wenn auch derzeit in der "westlichen Welt" alles zuvörderst darauf abgerichtet zu sein scheint, dieses Bewußtsein möglichst dauerhaft zu verlieren). Wir täten gut daran, eine aktive Umgangsform mit dem Fakt zu finden, daß jederzeit "etwas schreckliches" passieren kann. Für die christliche Hoffnung ist das kein Grund zum Aufgeben. Im Gegenteil: Sie hat sich von Anfang an an dieser Perspektive abgearbeitet.

Wer, wie Paulus Gal 5 schreibt "sein Fleisch kreuzigt", hat in dieser Welt nichts mehr zu verlieren. Und wer nichts zu verlieren hat, kann erst wahrhaft "leben" (was schon Diogenes im Faß herausgefunden hat), Wer nichts zu verlieren hat, braucht keine Angst mehr zu haben (ich habe mich hier ja schon über die Angst ausgelassen). In gewisser Weise sind solcheLeute nat. gefährlich. Für alle die, die meinen, Macht ausüben zu müssen (welche meistens auf der Angst basiert, die diejenigen haben, über die diese Macht ausgeübt wird.)

Ich würde sagen, der ganze "neue Atheismus" versucht, Angst vor dem Glauben auszusähen, zu schüren und zu pflegen. Angst davor, daß man sein Leben einer Illusion hingeben könnte. Und am Ende bleibt uns Nichts. Dem kann ich nur antworten, daß die ganze Existens im Kosmos auf Illusionen basiert. Entweder das Ich ist eine Illusion oder die Materie. Oder auch beides. Ich würde nicht im Kosmos leben wollen. Aber wo es jetzt schon einmal passiert ist, habe ich auch keine Lust, mich umzubringen. Reine Sturheit (nennt mich ruhig "Jakob"...ich wohne ja quasi am Jabbok)

 

7.6.09 14:28


Perspektivische Studie

Innen, außen, innen, außen, innen...am anfang also stand Apuleius. Wer war Apuleius? ein antiker Romncier griechischer Herkunft, der auf Lateinischer Sprache "der Goldene Esel" verbracht hat, welcher uns heute ein recht hübsches bild antiker Alltagskultur hinterläßt und das mit verblüffender Offenhait, die mich dekadenten Spätgebornen Pseudoromantiker zugleich ein wenig verstört als auch dank des Klein.en Wagners (Hesse) anerbrach und auf gedanken brachte, die zu denken fast schon schön aber letztlich wieder nur geklaut und neu angestrichen waren. Im außen also soll sich das Innen spiegeln und wo es das nicht tut, da ist der Vorwurf der Benützung, bewußtlosigkeit und Symbiose (Fromm, "Die Kunst des Liebens"...ein wenig bereue ich, es in München gelassen zu haben, aber nur, weils unausgelesen war...jetzt sollte ich rennen in der hoffnung auf ein gutes Ende...oder die gedanken selber zu ende biegen aber letzlich ist es zumindest interessant, zu wissen, was er sich gedacht hat.)
so weit ziemlich beschissen, vor allem, wenn das liebe unterbewußte (freud) noch auf völlig unerwartete weise reinzuhauen sich bequemt. es bleibt ein komischer nachgeschmack und die Frage, was die sache mit den fingernägeln sollte werwarum...mutterschaf? Jasmin? laß Assoziationen fließen und es kommt ein hübscher maskenball dabei heraus. und nicht zuletzt: gebranntes kind hallt länger (Bordell; frei nach). Laß Wunden blühn und alles kommt zurück, ein hilfloses kind pflückt Blumen von gefrornen Äckern und verbrennt sich am Frost die finger, erschlaffte Muskeln knicken an glasscheiben ein und alles tut so wohlig weh, daß ich nicht weiß, was noch kopf und was vielmehr vieh bleibt, also streiten wir uns und lieben die Wiesen, Parks, Grabsteine in der hintersten ecke und dort einst in Rostock starb ich. Fast. Die alte rachegöttin ist mir fern, die ich fast -- FAST erlegt hätte, aber dann kriegte sie mich doch, zerbrechend alle glieder, Herzbehinderung und Pseudoklaustrophobie. Bahnfahrend Schneckenhäuser bauen, wahngetrieben drehend unterm Rad des wintersternenhimmels, noch unzerteilt, hier noch ganz, bald verblaßt und zugedeckt unter der Lichtmatte Berlins (dieser hure). Vermisse das ewigvergebende Meer, das salz in der Luft, das an guten Winden -- Nordwinden!--  bis weit ins Landesinnere reitet, das wasser zwischen den Zehen und den Blick, die Hände, das --- Bye Bye (Silly), das haette es wohl sein sollen, doch war ich zu blind und zu feige und so kam die flut und so wurde es und so erbrach sich die Hülle des Samens um Keime zu treiben durch meine Substanz...Lachen lernen, Leben lernen, ganz neu und frisch und verfolgt vom bösen zwicken der Dämönchen, die erst abließen als die Theorie starb und dem geschlossenen Raum Platz gab, lachen lernen unbelastet, nur das eilendurchdringende Licht ferner blitze treibt erinnerungen nach oben und sie tun mir nicht mehr weh, nie mehr, wenns auch noch fern von heilung ist die frage offen, was nun damit beginnen? Rollstuhl? Spenderlunge? Leihhand? Reha?? Das wichtigste ist es, weiterzuatmen. "Uns tut nichts mehr weh" (Zombie joe: Schlachthaus, Baby!), doch ist damit nicht alles verloren?

 

So wahr das Chaos anfang des Jahres, so umgekehrt und in sich gekehrt ist das Subjekt, das die Entdeckung machen mußte, zwischenein, wie zwischenein die unendlichkeit zwischen der EINS und der NULL, durch die es munter trudelt und sich dabei immer wieder dreierlei zu fragen nicht getraut: ?/ ??/ und ???. Ist doch ganz einfach: EINS war der Ausgangspunkt und bevor noch dieser ganz verwunden ward nachdem er mich verwundet hat, was außer mir niemanden verwunderte, da kam, um nicht zu sagen, meine Tochter, die ZWEI ins Spiel als schlechtes Gewissen in, unter und mit der Lethargie des frischen Witwers, woraufhin sämtliche Brücken brannten, was nicht einmal die dünne luft des hochgelegnen Münchner Alpenvorlandes zu mindern vermochte. Zwei Wunden, die sich kreuzen und ein schlechtes Gewissen. Die eine ist zu, zwickt noch manchmal aber schadet nicht mehr, doch hat sie, da von der Zeit nicht rechtzeitig versiegelt, das böse gewissen geschaffen. Alleinige Rechtfertigung die Erkenntnis: Nicht Mutter, nicht Tochter: Geist ist zu suchen und nicht zu verwechseln mit jenen Gespenstern. Warum? Weil es das einzige übrige ist, wenn auch noch bar aller Bedeutung. Und die aus der zweiten Wunde ragende Drainage, ob sie bei der suche hilft oder behindert, was gehts mich an? Doch hilft sie ja beim "Leben" und ob es eine suche geben muß ist außerdem ungewiß. Was blebt und nun? Ein Geschenk, dAS man uns aufdrängt, da wir es sonstens ablehnen müßten. tut mir Leid, S. Alles. Es tut mir wirklich leid.

10.5.09 11:48


Die technophile Idiotie wird uns nachgerade langsam, ganz langsam ersticken lassen.
Und es fängt bereits an.  Es bleibt immer weniger Raum für Luft und immer weniger für die Lungen, um sich auszubreiten. Stranguliert von Kabeln und erdrückt unter Plast und Metall wird es also enden, das "große" Experiment des geodätischen Suizid (wodurch dieser immerhin vereitelt würde)?

15.4.09 12:40


...bleibe ich in Rotation.

Therefore, its all coming back some time...

Man kann vor dem Vergangnen halt nicht endlos davonlaufen. Ihm, wenns dann da ist, höchstens noch auszuweichen versuchen. Dass es nun ausgerechnet der Maschinenphilosoph sein soll, ausgerechnet derjenige welcher so überaus geschickt darin war (was eigtl. in seiner Position nicht schwierig ist), immer wieder Knüppel zu werfen, das stimmt schon nachdenklich. Zuletzt wurde ich gegen seinen Widerstand unterstützt, und musste dann doch fast alles alleine machen. Regitheater mit einer improvisierenden Komponente: Mir. Da ist es doch besser, wenn ich Skript und Regi jetzt selber in der Hand habe. Bzw. mich, mit Sartres Worten, emanzipiert konzeptioniere, auch wenns annem Konzept recht eigentlich noch mangelt. Das Leben ist ein Kunstwerk, das Spontane und das Geplante sollten einander ergänzen. Eventuell fügt es sich am Schluss dann zu nem Ganzen. Wenn mir nicht vorher der Schädel explodiert. Mit meinen Trümmerteilen könnten dann andere weiterarbeiten, vielleicht bessere, verständigere. Aber bis es so weit ist...

13.4.09 12:58


Wolf und Rabe

Lange war der Steppenwolf gelaufen durch Der Einsamkeiten Lande, da kam er eines Morgens an ein Gehölz. Er witterte etwas. Etwas lebendiges.
"Das könnte mal wieder etwas Gutes für meinen leeren Magen sein", sprach er zu sich und betrat das Gehölz. Nebelschwaden trieben wie Gespenster zwischen den Bäumen. In der Ferne hörte der Wolf etwas. Einen tiefen Ton und dem ging er nach. Er lief und lief und bald kannte er nicht mehr den Weg, den er hereingekommen war und hatte das Lebendige, das er fressen wollte, noch immer nicht gefunden. Er meinte schon, in dem nebeligen Wald jämmerlich verenden zu müssen, da sah er über sich auf einem niedrigen Ast einen Raben sitzen.
"Grüß Euch, Gevatter", sprach der Wolf.
"Grüß dich, Wolf", antwortete der Rabe und stimmte seinen schaurigen Gesang an. Da begriff der Wolf, dass er dem Ton des Raben gefolgt war; und den konnte er nicht fressen.
"Ei, Gevatter", sprach er darum, "könnt Ihr mir den Weg aus dem Wald hinaus weisen?"
"Kann ich wohl. Aber sage mir vorher, was hat dich in den Wald verschlagen, Steppenwolf?"
"Der Hunger war's"
"Ay so, der Hunger", schnarrte der Rabe. "Wenn der dich herbrachte, dann wird dich wohl das Sattsein hier herausbringen. Warte nur, du sollst gute Speise haben"
Und da begann der Rabe, dem Wolf von allerlei Tieren zu erzählen, und was deren Geschick war in der weiten Welt, und auch von einigen Menschen. Die Erzählungen waren lang. Der Wolf stellte sie sich alle vor und lief ihm dabei das Wasser im Maule zusammen. Als der Rabe endete, lag der Steppenwolf auf der Seite und die Zunge hing ihm aus den Lefzen.
"So hast du wohl Sättigung gefunden", sprach der Rabe. Und flog davon.

6.3.09 21:16


n kleenet manifest

"Gothic" ist für den Verfasser…
· Die Anerkennung und Artikulation des Umstandes, dass das Dasein als Individuum nach vorne & hinten begrenzt ist.
· Die Bejahung des eigenen Daseins als Individuum im Allgemeinen, sowie aller Möglichkeiten des Handelns, Denkens und Fühlens, die dieses Dasein mit sich bringt [u.U. sogar die absolute Verneinung].
· Die Bevorzugung kontemplativer Ruhe vor leerem Geschwätz.
· Ablehnung des barocken Ratschlages zur Sinnenfreude.
Denn diese lenkt von der Tatsache der Sterblichkeit ab und betäubt den Geist, ohne verhindern zu können, dass das Individuum vom Unvermeidbaren mit ganzer Wucht getroffen wird. Ist der Geist dann durch die Narkose unvorbereitet, so fällt er unversehens und verzweifelnd ins Nichts. Dann hat das Individuum sein Leben vertan ohne auch nur ein Ende im Guten gewonnen zu haben.
Daraus folgt, dass die angeblichen letzten Worte Platons zu beherzigen sind. Mögen sie auch nicht wirklich von ihm stammen, zeugen sie doch von großer Weisheit.
· Kommunikation des eigenen Innern auf eine Art & Weise, die es wie eine aufgesetzte Maske aussehen lässt & Herstellung von Masken, die wie tatsächliche Befindlichkeiten aussehen. Auf diese Weise erschafft man ein (schützendes) Geheimnis.
· Eine Ästhetik des Fraktalen, eine Ethik des Bedeutungsvollen und eine abgründige Religiosität.

Zu den Möglichkeiten des Handelns gehört die Freiheit des Menschen gegenüber dem Menschen.
Diese ist die Forderung, dass jedes Individuum das unumschränkte Recht dazu hat, sich jedem Individuum gegenüber so zu verhalten, wie es selber das für richtig hält, d.h. den konkreten Modus zwischenmenschlichen Verhaltens aus der eigenen inneren Notwendigkeit zu bestimmen, ohne Rücksicht auf tatsächliche oder vermutete Erwartungshaltungen, soziale Statûs, Sexus, Gender, Religion, Rasse, sexuelle Orientierung, u. drgl., sondern allein in Hinblick auf die interindividuellen Determinanten.
--> Ich bin doch kein Stuhlbein (Du Arsch)!
6.3.09 20:05


Vinci/ Toscana/ Italia

Das Haus
Hoch über einem original-italienischen Ölhain, in dessen Schatten ein kleines verträumtes Dörfchen liegt, steht ein von einer grandiosen Aussicht umgebenes Backsteinhaus. Drei Zimmer, ein Kamin, ohne Diele. Und ohne fließend Wasser. Nach heutigen Maßstäben also kaum der Rede wert.
Wenn; ja wenn in diesem Haus nicht vor etwas mehr als fünfeinhalb Jahrhunderten der Erfinder des Technischen Zeichnens, ein Architekt von Kirchen und Festungen, Kriegstechnologe, Mathematiker, Anatom (am toten Objekt studierend) und nicht zuletzt ein herausragender Maler geboren worden wäre, der den Krankenkassen eine schierzu unerreichbares Emblem und dem Rest der Welt das bezauberndste androgyne Lächeln überhaupt hinterlassen hat. Zu allem Überfluss war dieser Mann auch noch ein ungewolltes Kind. Sozusagen ein Betriebsunfall.
Seine Mutter Catarina nannte den Jungen Leonardo, später kam nach dem Dorf das berühmte "da Vinci" dazu. Die Mutter heiratete. Nicht den Vater, seines Zeichens Notar, aber der nahm bereits fünf Jahre später das Kind bei sich auf.  Möglicherweise wurde Leonardo da Vinci auch irgend wo anders in der Nähe geboren. Die historische Unschärfe ist hier, mangels Akten, sehr groß.
Trotzdem ein erhabenes Gefühl, just auf der Schwelle zu stehen, darauf das kleine Genie dazumal gespielt haben soll. Der zeitgenössische Besucher schaut von hier aus in einen fast leeren und auch bei klarstem Himmel düsteren Raum. Nach einer zweistündigen Busfahrt durch toskanische Septembersonne ohne Klimaanlage oder Lüftung immerhin angenehm kühl.
weiterlesen

6.3.09 19:56


Kopper's Story (a longer short story)

Ihr könnt die Augen ruhig zumachen, es gibt nicht viel zu sehen, da es sich  um eine irgendwie tauglich geschnitze Version des Hörtextes handelt, der aus einer Erzählung entstanden ist,ab sofort auch hier steht (unter dem vidKasten) Doch lassen wir Mr. kopper am besten selber zu Wort kommen und gedenken nebenbei Edgar Allen Poe mit allen äHREN.

PS: Es dauert 39:27 min.

 

 

 

Durch eine höchst interessante genetische Konstellation in der Ehe meiner Großeltern kam es, dass mein Vater fünf Brüder hatte und als einziger der sechs Geschwister nicht unfruchtbar war, der Umstand, dem ich, S. Kopper, meine Existenz verdanke, doch ob dafür dankbar zu sein wirklich angemessen erscheint, mag der geneigte Leser nach meinem Berichte selbst entscheiden.
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6.3.09 19:21


Der Vorhang senkt sich sacht herab und dahinter beginnt der Bühnenumbau, Mobiliar schrappt über die Bretter, der Hauptdarsteller flucht, während er sich die Perücke vom Kopf reißt und versucht, seine Haare zu entknoten und der Soufleur hustet wie auf TBC...die ihn auch tatsächlich erwischt hat. Um vom organisierten Chaos abzulenken stimmt das Orchester Haendels Feuerwerksmusik an, der die Mondscheinsonate folgen wird. Der wunderbare Eindruck erleidet leichte Einbußen als die Feuerwache übers Parkett auf die Bühne stürmt (der Regiseur war ein wenig zu sehr aufgeladen und hat einen Spezialeffekt ein wenig zu früh ausgelöst -- aber während der Vorstellung gehört ein Regi ohnehin nicht in den Saal)...Für das Folgende empfehlen wir heiße Schokolade mit Zimt und sämtliche orgelengagierende Stücke aus dem Phantom der Oper (wird kalt werden) und bitten um Verzeihung für die defekten Bühnenbauten...the Show must go on und der zweite Akt heißt etwas reißerisch  Dark Winter's Shining
19.2.09 12:00


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